1. Mainzer Sommeruniversität
Professionalisierung
Sozialer Arbeit
Die Idee, eine Sommeruniversität in Mainz anzubieten,
besteht darin, Praktikern sozialer Professionen außerhalb ihrer
professionellen Praxis - die unter Handlungsdruck und Entscheidungszwang
steht – handlungsentlastet eine Möglichkeit anzubieten, in
der Tradition der objektiven Hermeneutik Fälle aus der professionellen
Praxis zu analysieren.
Dadurch entsteht für die Praktiker die Möglichkeit,
die aus der Rekonstruktion gewonnen Erkenntnisse in die eigene Praxis
wieder einzubringen und auf diesem Hintergrund entsprechende Interventionsformen
auszuarbeiten, die nicht subsumtionslogisch den Fall determinieren, sondern
aus der Fallstruktur heraus entwickelt werden bzw. sich dem Fall anschmiegen.
Dies hat nicht nur eine Verbesserung der Deutungsfähigkeit zur Folge,
sondern ebenfalls die Einübung in die Kunstlehre des sequenzanalytischen
Verfahrens nach Ulrich Oevermann und in der Folge für die Soziale
Arbeit von Bernhard Haupert und Klaus Kraimer. Somit ist die Sommeruniversität
als ein Beitrag zur Professionalisierung insbesondere Sozialer Arbeit
zu verstehen.
Teilnahmevoraussetzungen/Zertifikat
Die Mainzer Sommeruniversität richtet sich an Studierende und Praktiker aller „Sozialen Professionen“ (Lehrer, Sozialarbeiter, Erzieher etc.). Um die Kunstlehre der Fallanalyse einüben zu können, bedarf es authentischer Materialien aus der professionellen Praxis.
Notwendig ist es von daher, dass möglichst alle Teilnehmer/innen eigenes Datenmaterial in die Fallwerkstatt einbringen. Dies können Genogramme, Interviews, Dokumente, Photos etc. sein.
Aus organisatorischen Gründen sollte dies auf der Anmeldung spätestens bis zum 12. September 2009 den Veranstaltern mitgeteilt werden. Ein Zertifikat wird für die Präsentation und anschließende schriftliche Dokumentation eines Falles erstellt.
Organisation
Prof. Dr. B. Haupert (KFH-Mainz)
Ingo Schenk (IPQ)
Prof. S. Schilling (FHNW)
Kursleitung:
Prof. Dr. Bernd Haupert (KFH-Mainz)
Ingo Schenk (IPQ)
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